Insomnie wird Ihr Arzt vielleicht nach dem ersten längeren Gespräch mit Ihnen unter der Rubrik “Beschwerden” auf dem Krankenblatt notieren. Der Mediziner benutzt diesen Begriff, um Ein- und Durchschlafschwierigkeiten zu bezeichnen. Somnus kommt aus dem Lateinischen und heisst Schlaf. Insomnie beschreibt die Unfähigkeit zu schlafen.
Insomnie gilt als ernstzunehmende Krankheit mit erheblichen negativen Auswirkungen auf die Gesundheit. Anhaltende Schlafstörungen, das haben inzwischen verschiedene Studien belegt, erhöhen die Sterblichkeit der Betroffenen. Ein Grund: fast jeder zweite Patient mit erhöhter Tagesmüdigkeit ist irgendwann einmal in einen Autounfall verwickelt – mancher davon endet tödlich. Von weitaus grösserer Tragweite sind jedoch die Folgeerkrankungen, die sich aus einer unbehandelten Insomnie ergeben können. Patienten mit Schlafapnoe-Syndrom, einer nächtlichen Atmungsstörung, sterben zum Beispiel früher an Herzinfarkt, Bluthochdruck oder Schlaganfall.